Filme

Günther Stein – die Lebensgeschichte eines deutschen Juden – es war kein Picknick

Mathias Kuntze, 2014, Film mit dem Jahrhundertzeugen Günther Stein zur Staatswerdung Israels, DVD Bezug über DIA

Günther Stein

Filmgegenstand ist das ereignisreiche Leben des ehemaligen Grenzachers Günther Stein, der 92 Jahre alt ein Jahrhundertzeuge der Region Grenzach/Lörrach ist. Im Film des Autors Matthias Kuntze trägt der Portraitierte im Umschnitt auf historische Quellen und zeitgenössische Medienbeiträge seine Erinnerungen an ein Leben einer ganzen Generation vertriebener Deutscher vor. Mit der Familiengeschichte vor dem 1ten Weltkrieg, der Judenverfolgung und Flucht nach Palästina, über die Staatswerdung Israels bis in die Jetztzeit in Israel reichen die nachdenklich machenden Erlebnisse des Günther Stein. Mit fortschreitender Filmdauer erkennt der Zuschauer, dass die Erlebnisse aus über 90 Jahren Verfolgung nicht ohne Einsichten und Konsequenzen für den Protagonisten geblieben sind.

Der Film war erstmalig im Lörracher Union-Kino  am 27. Januar 2015 zu sehen. Zeitgleich ist die DVD bzw. Blu-Ray des Films erschienen.

Trailer ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=qXzC59StXkA

Die Badische Zeitung berichtete ausführlich im Rahmen eines Interviews mit dem Produzenten Matthias Kuntze über den Film.

Günther Stein: Die Lebensgeschichte eines deutschen Juden (veröffentlicht am Sa, 24. Januar 2015 um 19:24 Uhr auf badische-zeitung.de)

Der Film ist zu beziehen über:
Deutsch-Israelischer-Arbeitskreis südlicher Oberrhein e.V.
R. Krais Im Altwick 11 D 77955 Ettenheim
eMail: RoKrais@web.de


Wiedersehen mit Brundibar

… Ein wichtiges und außergewöhnliches Dokument zur Zeitgeschichte. Der Film beeindruckt durch seine Behutsamkeit entwickelt aber trotzdem eine emotionale Wucht, der sich niemand entziehen kann

Berliner Ratschlag
Greta Klingsberg

Dieser Film schlägt Brücken zwischen Holocaust und Gegenwart, zwischen den Generationen, zwischen Jugendlichen aus schwierigen sozialem Milieu in sozialen Wohnprojekten in Berlin und der Theresienstadt – Überlebenden Greta Klingsberg, die damals dort in der Kinderoper Brundibar mitgesungen hat. Teile der im Lager aufgeführten Oper von Hans Kråsa waren im Nazi-Propaganda-Film „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“ enthalten. Im September 1944 wurden alle Mitwirkenden nach Auschwitz deportiert.
Inge Auerbacher, als eines der wenigen Kinder, die Theresienstadt überlebten, erinnert sich an die Oper, von der sie damals aber nichts verstand, da sie in tschechischer Sprache gespielt wurde.
Der Film spielt in mehreren Ebenen: Originalszenen von 1944 aus dem Lager, Probearbeiten zum Film der Jugendtherapiegruppe der Berliner Schaubühne, die Begegnung der Jugendlichen mit Greta Klingsberg in Berlin und Theresienstadt. Die Fahrt nach Theresienstadt, wo Greta Klingsberg aus Israel in ihrer natürlich–verbindlichen Art den Jugendlichen die Scheu vor dem Schrecken des Holocuast nimmt, bringt die Jugendlichen, die sich erst gar nicht dafür interessieren, langsam in den Sog der Geschichte. Es wird ihnen bewußt, dass ihr eigenes Schicksal sie mit dem von Greta verbindet: die Überwindung fundamentaler Lebenskrisen.

Weitere Infos zum Film unter: www.brundibar-derfilm.de


Kippenheim und seine Fantome

Evelyne Dreyfus, 2003, Dokumentarfilm vom Besuch ehemaliger Kippenheimer Jüdinnen und Juden in Kippenheim, DVD Bezug über DIA 

Ein historisches Bild vom 22. Oktober 1940 von der Deportation von Kippenheimer Juden nach Gurs.

Eine deutsche Version des 52-min. Dokumentarfilmes von Evelyne Dreyfus „Les fantômes de Kippenheim“ hat der Deutsch – Israelische Arbeitskreis (DIA) als DVD unter dem Titel „Kippenheim und seine Phantome“ herausgegeben.

Evelyne Dreyfus begleitete die ehemaligen in alle Welt vertriebenen jüdischen Bürger Kippenheims bei deren Besuch im September 2003 auf Einladung der Gemeinde. Die in Paris lebende Journalistin und Filmemacherin beleuchtet viele Szenen des Wiedersehens von Land und Leuten in Kippenheim und Schmieheim aus ihrer Sicht als Französin und als Jüdin mit Vorfahren aus Ettenheim-Altdorf.

Dabei kommt die ambivalente Spannung zwischen der aktuellen Gegenwart und der Erinnerung an die Zeit vor 1940 in Kippenheim und Schmieheim sowie an die leidvolle Vertreibung authentisch in vielen Szenen in Wort und Bild zum Ausdruck: Spannung zwischen Verlegenheit und Wiedersehensfreude, zwischen Hass und Versöhnung, zwischen Reden und Schweigen, zwischen Freude und Trauer. Auch im gemeinsamen Singen des „Kippenheimer Liedes“ wird dies sehr deutlich.

Ausführliche Einzelinterviews mit Inge Auerbacher(New York/USA), Manfred Auerbacher (USA), Leopold („Poldi“) Auerbacher (Kibbuz Degania / Israel  + 22.3.2009), Hedy Epstein – Wachenheimer (St. Louis/USA), Günther Karger (USA) und Kurt Maier (Washington/USA) geben tieferen Einblick in das Seelenleben der dieser Einladung gefolgten ehemaligen jüdischen Bürger.  

Der Film eignet sich zur Beleuchtung der Jahre 1945 bis 1985, in denen die Geschichte der Shoa und des Naziregimes in Deutschland weitgehend ausgeklammert wurde.

Der Dokumentarfilm„Kippenheim und seine Phantome“ kann  vom  DIA  in ihrer Gruppe / Verein vorgeführt  werden.

Der Film ist zu beziehen über:
Deutsch-Israelischer-Arbeitskreis südlicher Oberrhein e.V.
R. Krais Im Altwick 11 D 77955 Ettenheim
eMail: RoKrais@web.de

Weitere Infos:

Betroffene Gesichter (veröffentlicht am Do, 19. September 2013 auf badische-zeitung.de)