DIA Vorstellung und Geschichte

Deutsch – Israelischer Arbeitskreis südlicher Oberrhein e.V.  (DIA)

Ausgehend von 15 Jugend- und Sportaustauschmaßnahmen mit Israel in den Jahren 1970 bis 1994 in den Sportarten Leichtathletik, Tanz, Fußball, Handball, Tischtennis, Basketball, Volleyball und Behindertensport wurde im Zusammenwirken mit der Volkshochschule Lahr 1974 der Deutsch – Israelische Arbeitskreis Südlicher Oberrhein e.V. als Gruppe der Deutsch – Israelischen Gesellschaft (DIG) gegründet.

Geschichte und Aktivitäten des DIA:

1974
Gründung des DIA.

1971-1994
Jugend- und Sportbegegnungen in Israel Studienfahrten nach Israel.

seit 1977
Aktivitäten um die Aufarbeitung jüdischer Geschichte in der südlichen Ortenau; Herausgabe der Broschüre: “Stätten des Judentums in der südlichen Ortenau”.

1981
Erhebung der ehemaligen Synagoge in Kippenheim in den Rang zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung.

1987/1988
Mitarbeit bei der Herausgabe des Buches: “Schicksal und Geschichte der jüdischen Gemeinden Ettenheim, Altdorf, Kippenheim, Schmieheim, Rust, Orschweier”.

seit 1994
Anregung, Unterstützung und Mitarbeit zur Dokumentation des jüdischen Verbandsfriedhofes Schmieheim.

1996
Verleihung der Hermann-Maas-Medaille.

1996 – 1999
Betreiben der Erstellung einer Volldokumentation (MEMOR-BUCH) in Text, Bild, Register und Lageplan des jüdischen Verbandsfriedhofes in Schmieheim mit seinen 2500 Gräbern.

ab 1997 
Vorbereitung und Durchführung von Tourneen mit über 200 Vorträgen, Autorenlesungen und Filmen der Zeitzeugen: Inge Auerbacher, Hedy Epstein – Wachenheimer, Kurt Maier, Alice Goldstein – Dreifuss, Amira Gezow – Siesel, Eva Mendelsson – Cohn, Leo Epstein, Dr. Josef Haberer, Paul Niedermann.

1997 bis 2001
Vorbereitung und Durchführung von Tourneen mit Autorenlesungen u.a. von Inge Auerbacher, Hedy Epstein, Dr. Kurt Meier.

2001
Schulprojekt: „jüdisches Leben in Baden” unter der Schirmherrschaft von Ministerin Dr. Annette SchavanAn diesem Schulprojekt nehmen 15 Gruppierungen aus dem Gebiet des ehemaligen Baden erfolgreich teil.

2002
Teilnahme am Gedenken in Angers zum 60. Jahrestag des convoi Nr. 8 von Angers nach Auschwitz mit S. Klarsfeld im Gedenken an die nach Ste. Radegonde emigrierten Familien Meier aus Nonnenweier sowie Abraham und Grumbacher aus Rust.

04.7.01 
Verleihung des 1. Inge Auerbacher Preis an die GHS Kippenheim.

Einladungen an Zeitzeuginnen 2001: 
12. – 25.06.01  Einladung an Inge Auerbacher mit 14 Vorträgen
21. – 31.10.01  Einladung an Hedy Epstein mit 8 Vorträgen

seit 2001
regelmäßige Teilnahme am Europäischen Tag der jüdischen Kultur

Einladungen an Zeitzeuginnen und Zeitzeugen 2002/2003/2004:
20. – 27.05.02 Einladung an Alice Goldstein mit 3 Vorträgen
14. – 25.10.02  Einladung an Dr. Kurt Maier mit Theateraufführungen und 6 Vorträgen
17. – 31.03.03  Einladung an Amira Gezow mit 14 Vorträge
27.01.2004  Zeitzeugengespräch mit Hanna Meyer-Moses/Schweiz  in Ettenheim

Februar 2005
Der DIA forciert zum wiederholten Male gegen den Widerstand einer Mehrheit des Kippenheimer Gemeinderates die Namensgebung “Inge-Auerbacher-Schule Kippenheim”. 

Einladungen an Zeitzeuginnen und Zeitzeugen 2005:
12.9.- 2.10.05 Besuch von Inge Auerbacher mit  6 Vorträgen
05. – 16.10.05  Besuch von Hedy Epstein mit Filmvorführungen und  6 Vorträgen 
11. – 31.10.05  Besuch Dr. Kurt Maier mit  8 Vorträgen

01. Mai 2006 
Inge Auerbachers Biographie “Jenseits des gelben Sterns -Nach Theresienstadt ein neues Leben in Amerika für Versöhnung” wird in der ehemaligen Synagoge in Kippenheim der Öffentlichkeit vorgestellt. 
2019  korrigierte Neuauflage von Inge Auerbachers “Jenseits des gelben Sterns”

22.10.06 
Verleihung des Inge-Auerbacher Preises  an Teubner, Milde, Winter; Ettenheim

Einladungen zu Zeitzeugengesprächen 2006:
01. – 14.05.06 Einladung an Inge Auerbacher 16 Vorträge

Einladungen zu Zeitzeugengesprächen 2008:
21.02.08 Vortrag mit Hanna Meyer – Moses in Freiburg
01. – 19.03.08  Einladung an Inge Auerbacher mit 12 Vorträgen z.T. auch in den “Neuen Bundesländern”
27.01.2008 Vortrag mit der Historikerin Nadja Bennewitz (Nürnberg) im Rohan-Saal der Stadt Ettenheim: “Frauen im Nationalsozialismus – Widerstand und Täterschaft”

26.04-9.5.2008 
Max – Josef – Metzger Ausstellung in Kippenheim, eine Veranstaltung des DIA gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde Kippenheim.

23.06.2008 
DIA finanziert die Übergabe eines Bildes von Ilana Levitan an das Städt. Gymnasium Ettenheim.

04.-12.05.2009 
Einladung ehem. jüdischer Bürger nach Villingen auf Initiative des DIA

Juli 2009
Herausgabe v. Alice Goldsteins Autobiographie: „Normale Bürger–widrige Zeiten“.

06.09.2009 
Europäischer Tag der jüdischen Kultur: Ausstellung jüdischer Kulturgüter und Gitarrenkonzert mit Jannette Bastian in der Kunsthalle Altdorf (ehemalige Synagoge Altdorf)

07.05.2010 
Verleihung des Inge-Auerbacher-Preises an das  Gymnasium Kenzingen und die Realschule Achern in der Kunsthalle Altdorf

25.04.2010 
Vortrag mit Dr. Hans-Joachim Fliedner (Offenburg): “Palästina, Israel und wir – Wurzeln und Erscheinungsformen eines Konfliktes” zur aktuellen Situation im Nahen Osten im Rohan-Saal der Stadt Ettenheim

13.06.2010 
Exkursion nach Eppingen

12.07.2010 
Auf Initiative des DIA werden in Ettenheim Stolpersteine verlegt.

24.07.2010 
Herausgabe der Broschüre „Jüdisches Leben in Ettenheim“ zum Ettenheimer Stadtfest „Steine erzählen“.

05.09.2010 
Europäischer Tag der jüdischen Kultur: Filmvorführung: „Straße der Synagogen“ und anschl. Gitarrenkonzert mit Jannette Bastian und Ilse Breitruck Colares in der Kunsthalle Altdorf (ehemalige Synagoge Altdorf).

2012 – 2014
Erstellung des Dokumentarfilmes „Günther Stein, das Leben eines deutschen Juden“ durch Matthias Kuntze.

2013  
Auf Vorschlag des DIA erhält Inge Auerbacher am 20. April im Rittersaal des Mannheimer Schlosses den Landesverdienstorden des Landes Baden-Württemberg.Kurz darauf wird ihr der Bundesverdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.  

2014
Teilnahme an der Gedenkfeier zum 70 Jahrestag der Exekution von 35 Kämpfern der Résistance durch die Nazis in Egalayes nahe Sisteron, unter ihnen der nach Frankreich geflüchtete Alfred Epstein aus Kenzingen.